Was macht einen guten Surfkurs aus?

Beim Reisen sind wir immer wieder erstaunt zu sehen, was mancherorts als "Surfkurs" verkauft wird. Wir geben Euch hier einen Überblick, auf was Ihr achten solltet, wenn Ihr einen Surfkurs bucht:

 

1. Wie groß sind die Schulungsgruppen?Surfkurs kleine Gruppe Surfschueler Surflehrer

Technisch gilt: Je kleiner, desto besser, denn bei einem Schüler/Lehrer-Ration von 2:1 lernst Du natürlich viel mehr als bei 8 Schülern pro Lehrer. Dennoch ist es am Anfang schön, nicht alleine im Kurs zu sein. Eine Gruppe von 3-6 Schülern pro Lehrer hat sich als optimal erwiesen, da so weiterhin der Spaß in der Gruppe im Vordergrund steht, der Lehrer aber noch genügend Fokus auf jeden einzelnen Schüler legen kann. Ist Dein Surf-Level fortgeschrittener, macht auch ein Coaching in besonders kleinen Gruppen von 2-4 Personen Sinn. Einzel-Coachings sind in erster Linie fürs Profi-Level relevant.

2. Un/motivierte Surflehrer? 

Surfkurs Schueler Lehrer SurfschuleJeder der öfter Surfkurse belegt, kennt den Klassiker. Das einzige, was Dein Surflehrer Dir im Surfkurs zuruft, ist "paddle harder", dabei gibst Du doch schon alles!

Wenn Dein Surflehrer Dir diesen Tipp gibt, kannst Du sicher gehen, dass er entweder keine Ahnung von der Materie hat oder schlichtweg keinen Bock und damit den falschen Beruf. Beim Wellen anpaddeln geht es nicht ausschließlich darum, besonders stark zu paddeln, ganz im Gegenteil, es geht darum, zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle die korrekten Technik anzuwenden und das seinen Schülern beizubringen, ist eine Arbeit, die viele Surflehrer, scheuen oder leider nie gelernt haben. 

3. Gibt's Video-/Foto- Coaching?Surfkurs Surfschule Surflehrer Video Coaching

Wenn Deine Wellen photografiert oder besser noch gefilmt und nach dem Unterricht analysiert werden, dann kannst Du sehr schnell Fortschritte machen. Die Außenperspektive, die das Videocoaching bietet, gewährt Dir extrem wichtige Einsichten, die Du nicht mal nach Jahren des Surfens ohne Videoanalyse erhältst, denn mit Bildmaterial kannst Du Deine Fehler besser verstehen und das ist der erste Schritt, um sie zu ändern. Bietet eine Schule Videoanalyse an, dann ist das ein gutes Zeichen!

4. Wie sieht's aus mit Surf-Theorie? Surfkurs Erwachsene Theorie
Surfen lernen ist so viel mehr als rein sportliche Technik, es ist Ozeanographie, Wetterkunde, Wellenphysik, Ocean-Knowledge, Materialkunde und vieles mehr. Deshalb ist es extrem wichtig, dass Du neben sportlichen Techniken wie Paddeln, Take-Off, Popup oder Manövern auf der Welle auch Hintergrundwissen zu Ozean, Wellenformen, Wetterbedingungen, Surfbrett-Shapes, etc lernst. Eine Surfschule, die nur das Aufspringen aufs Brett lehrt, verpasst es, Dir wichtige Grundlagen zu vermitteln, die leider in einem nur 1,5 stündigen Kurs keinen Platzfinden. 

5. Intaktes Schulungsmaterial?

Kaputte und deshalb scharfkantige Bretter und Finnen sind leider keine Seltenheit. Verletzte Surfschüler auch nicht! Deshalb achte darauf, dass Deine Surfschule intaktes Material verwendet/verleiht und überprüfe Dein Brett auf Risse, scharfe Kanten, herausstehende Schrauben, intakte Finnen und Leash. Sind die Neoprenanzüge löchrig, abgewetzt und unhygienisch, ist das oft ein Zeichen dafür, dass die Surfschule mehr auf Quantität als Qualität setzt. Meist sind dann auch die Schulungsgruppen groß sowie der Unterricht kurz und oberflächlich. 

6. Surfspot-Wahl und TidenSurfer Surfenlernen Surfschule Surfkurs

Nicht jede Surfschule kann in idealen Bedingungen unterrichten, jedoch geht Sicherheit immer vor. Wenn Schüler innerhalb von 2 Metern aufstehen müssen, da sie Welle so kurz vorm Strand bricht oder Dich Dein Lehrer in beängstigend große Wellen rauspaddeln lässt, dann wirst Du leider nicht viel lernen können und vielleicht sogar schlechte Erfahrungen machen. Leider ist Surfen heute ein großes Business und es wird auch hier viel Schrott verkauft (z.B. ein Surfkurs zu einer ungünstigen oder gar gefährlichen Tide). Höre deshalb auf Dein Bauchgefühl und sag Deinem Surflehrer ganz ehrlich, wenn Du denkst, dass der Spot für Dich nicht geeignet ist oder Dir Angst macht. Um optimal Lernen zu können, brauchen wir ein positives Umfeld und gerade am Anfang des Surfenlernens eher Wohlfühlbedingungen als eine "Out of Comfort Zone". 

Selbstverständlich kann man sich ideale Bedingungen nicht immer aussuchen und das ist beim Surfen Lernen durchaus eine der wichtigsten Erkenntnisse, jedoch sollte die Sicherheit der Surfschüler immer an Nummer 1 einer guten Surfschule stehen. 

7. Selbständigkeit oder Abhängigkeit lernen?lineup intermediate surfkurs secretwave surfcamp

Surfschulen arbeiten mit sehr unterschiedlichen Schulungstechniken und damit sind nicht nur sich variierende Takeoff-Techniken und Theorieansätze gemeint. Viele Surflehrer schubsen ihre Schüler in die Welle, damit diese sofort Erfolgserlebnisse haben und nicht selbst paddeln müssen. Andere Surfschulen erziehen ihre Schüler zu Eigenständigkeit und lassen Dich von Anfang an selbst paddeln. Überlege Dir, am besten selbst, was Du willst: Selbständig surfen lernen (was mehr Arbeit aber schließlich auch mehr Freiheit bedeutet) oder schnellen Erfolg und ein neues Instagram-Foto gleich am ersten Urlaubstag. ;) 

Die Surfkurse im Secret Wave Surfcamp für ErwachseneSurfkurs Schueler Surflehrer Chris

Selbstverständlich geben wir unser Bestes, unseren Gästen hoch qualitativen, individuellen und sehr ausführlichen Surf-Unterricht in kleinen Schulungsgruppen zu bieten. Wir unterrichten mittels Video- und Foto-Coaching, Powerpoint-Präsentationen, Coaches Eye und Lehrvideos, sind Surflehrer aus Leidenschaft und lieben, was wir tun. Jeden Winter bilden wir uns durch Kurse bei bekannten, internationalen Surfcoaches weiter und belegen Ausbildungen zum Thema Wasser-Sicherheit und erste Hilfe. 

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